Donnerstag, 28.September 2017

Beginn 20 Uhr

Jens Rosteck

Premierelesung mit Diashow

„Joan Baez – Porträt einer Unbeugsamen“

 

Die beispiellose Laufbahn von Joan Chandos Baez, der musikalischen Galionsfigur der Bürgerrechtsbewegung, des konsequenten Pazifismus und der US-amerikanischen Gegenkultur, umspannt mittlerweile annähernd sechs Jahrzehnte. Die Ikone des Protestsongs präsentierte ihre Vision einer gewaltfreien Weltordnung beim Marsch auf Washington und in Woodstock.

Sie kämpfte an der Seite von Martin Luther King für die Überwindung der Rassentrennung, ergriff für Kriegsdienst-verweigerer Partei und engagierte sich gegen den Vietnamkrieg. Der Musikwissenschaftler und erfahrene Biograf
Jens Rosteck legt mit seinem ebenso kenntnisreichen wie einfühlsamen Porträt der Königin des Folk die erste umfassende Auseinandersetzung mit der unbequemen Songwriterin seit Jahrzehnten vor.

Er schildert den abenteuerlichen Lebensweg der Weltbürgerin, Bob-Dylan-Weggefährtin und Amnesty-International-Preisträgerin von den Studenten-Cafés der Ostküsten-Boheme über die Festivals der Blumenkinder bis hin zum Wider-stand gegen den Irakkrieg und gegen Trump. Parallel dazu geht Rosteck den stilistischen Merkmalen, ästhetischen Besonderheiten sowie der politischen Dimension von Baez' wichtigsten Liedern, Hymnen und Alben nach - wobei er neben den Klassikern und Hits manch überraschenden Titel zutage fördert.

Jens Rosteck wird uns an diesem Abend mit Wort und Bild  Einblicke in das  Lebensbild der barfüßigen Madonna geben – ein Genuss sowohl für Zeitzeugen der friedensbewegten Sixties wie auch Baez-Einsteiger.

Biografie

Jens Rosteck, geb. 1962 in Hameln, studierte Musik- und Literaturwissenschaft in Berlin. Nach seiner Promotion dozierte er in Paris, Osnabrück und Aachen. Heute lebt er als freier Schriftsteller und Musikforscher bei Offenburg.
Als Buchautor hat sich Jens Rosteck vor allem als Kulturgeschichtler und Verfasser von (Doppel-)Biographien zur internationalen Musik- und Literaturgeschichte einen Namen gemacht – Darstellungen, die sich sowohl an Spezialisten als auch an ein breites, interessiertes Lesepublikum richten.

In seinen bisher dreizehn Büchern verbindet er umfassende zeitgeschichtliche Panoramen mit literarischen Porträts von Komponisten, Künstlern oder Schriftstellern. Dabei konfrontiert er mit Vorliebe außergewöhnliche Paare untereinander oder Einzel-Persönlichkeiten mit Orten und Ländern. Sein besonderes Augenmerk richtet sich u.a. auf die Bedingungen von Kreativität von der Schwelle zur Moderne bis auf den heutigen Tag, auf das Phänomen des „positiven Exils“, auf die veränderten und sich verändernden Lebens- und Schaffensmodelle in fremden oder exotischen Kulturkreisen.

 
Bislang liegen sechs Monographien vor

Oscar Wildes Pariser Jahre, eine Einführung in Werk, Leben und Rezeption Bob Dylans sowie vier ausführliche Porträts von Hans Werner Henze, Joan Baez, Jacques BrelÉdith Piaf und zwei Doppelbiographien von Lotte Lenya und Kurt Weill in Deutschland, Frankreich und den USA sowie Jane und Paul Bowles in Europa, Amerika und Marokko, eine Doppel-Studie zum Opernschaffen von Darius Milhaud und Paul Claudel, vor.

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